Guideline im Interview

Helden von Morgen titelt Metal Hammer Germany. Was unter der ├ťberschrift folgt ist allerdings kein Bericht ├╝ber die mit Ausnahme von Moderatorin Doris Golpashin eher seichte ORF-Show. Es ist vielmehr eine (f├╝r Starchat nicht) ├╝berraschende Anerkennung f├╝r harte, laute ├Âsterreichische Musik. F├╝r GUIDELINE und ihr Debutalbum Traveler to Midway

„... Guideline spielen selbstbewussten, l├Ąssigen Rock, der Lust auf lange Autofahrten auf staubigen Landstra├čen macht. Oder anders gesagt: auf Aufbruch und Freiheit. Absolut ungezwungen und eigenst├Ąndig wird man hier zu einer rockigen Auszeit verf├╝hrt, bei der das Blut wie selbstverst├Ąndlich in Wallung ger├Ąt.“ (Metal Hammer Germany, „Helden von morgen“, Jan. 2011)

 

Starchat traf die vier Welser "Stoner Rocker" zum Interview. Wer allerdings nicht lesen sondern lieber h├Âren will, dem sei gleich das neue Album empfohllen: Traveler to Midway. Dazu einer der anstehenden Live-Auftritte:

 

Sa, 19.02.2011 | ROCKARENA, Wels
Do, 24.02.2011 | Posthof, Linz
Do, 03.03.2011 | ((szene)), Wien
Fr, 11.03.2011 | Treibhaus, Innsbruck
Sa, 19.03.2011 | Mezzanine, St. Peter am Wimberg

 

Jetzt aber:

 

 

Noch darf man fragen, k├Ânnt ihr Euch kurz selbst vorstellen:

 

Mein Name ist Kurtuls Cabuk. Ich bin der S├Ąnger. Alter… 28. Meine Hobbies sind neben der Musik unter anderem lesen und ein bisschen Playstation spielen. Sehr viel mehr geht sich neben der Musik nicht aus.


Ich hei├če Burns und bin der Gitarrist der Band. Ich bin 26. Wie schon erw├Ąhnt haben neben der Musik nicht sehr viele Hobbies Platz. Wenn aber etwas Zeit bleibt, dann lese ich auch ganz gerne mal ein gutes Buch oder schau mir einen kultigen Film an.


Ich spiele Schlagzeug und hei├če Roman Schickmair. Ich bin ebenfalls 26 und mein wichtigstes Hobby neben der Musik sind meine Oldtimer Motorr├Ąder. Ich liebe es, bei der Bastelei die Gedanken zu verlieren. Vom Beruf bin ich Techniker.

 

Ich bin der Bassist der Band und hei├če G├╝nther Haslinger. Ich bin 31 und aufgrund meiner umfangreichen Musiksammlung bekennender CD-Fetischist. F├╝r mich war immer schon die Musik das wichtigste Hobby. Egal ob aus der Stereoanlage oder selbst gespielt.

 

 


In Ober├Âsterreich ist ja wohl eher Linz die Stadt der Metaller und Wels eher die der Landwirte. Warum macht ihr Rock und nicht Volks(t├╝mliche)musik.
Weil wir nicht in die H├Âlle kommen wollen. Haha!

 

Wie kamt ihr zur Musik?
Musikbegeistert waren wir immer schon. Irgendwann war Musikh├Âren alleine einfach nicht mehr genug.



Wer sind eure Vorbilder, Einfl├╝sse,...?
Wie man an unseren Songs h├Ârt, sind wir stark von den gro├čen Bands der Neunziger Jahre beeinflusst. Vorbilder gibt’s da ziemlich viele aber ganz besonders hervorzuheben sind zum Beispiel Pantera, Rage Against The Machine, Metallica, Soundgarden, Pearl Jam oder Alice In Chains.


Wie w├╝rdet Ihr eure Musik selbst beschreiben?
Schwer zu sagen… das ├╝berlassen wir eigentlich lieber dem H├Ârer. Auf jeden Fall versuchen wir immer den Bogen zwischen harten und gef├╝hlvollen Elementen zu spannen und dabei nie den Groove zu verlieren. Das Wichtigste ist f├╝r uns authentisch zu bleiben.


Live oder Studio?
Live. Die Zeit im Studio macht aber auch sehr viel Spa├č.


Wer komponiert? Wie entstehen die Songs?
Das Grundger├╝st der Songs schreiben wir meistens zu dritt. D.h. Gitarre, Bass und Schlagzeug. Der Ursprung liegt fast immer in einem guten Gitarrenriff. Danach wird um das Riff herum der Song fertig geschrieben und arrangiert. Wenn dann alles soweit steht, kommt der Gesang dazu. Danach noch Detailarbeiten um Instrumental und Gesang richtig aufeinander abzustimmen.

 


Habt ihr einen Song den Ihr besonders gerne spielt?
Nat├╝rlich hat jeder von uns Songs, die er am liebsten spielt. Grunds├Ątzlich k├Ânnte man aber sagen, dass es keinen Song von uns gibt, den wir nicht gerne spielen.


Warum Englisch und nicht die Muttersprache?
Wenn man international sein m├Âchte muss man sich in der englischen Sprache ausdr├╝cken. Ein weiterer Grund ist, dass Englisch unserer Meinung nach beim Texten einfach sch├Ânere Phrasierungen zul├Ąsst.


Ihr werdet in deutschen Medien beispielsweise mit Alice in Chains verglichen - schmeicheln solche Vergleiche? Sind sie eine Herausforderung? Wie geht ihr damit um?

Alice in Chains war und ist eine der absoluten besten Bands, die das Rock-Genre jemals hervor gebracht hat. Wenn man mit so einer Gr├Â├če verglichen wird, ist das nat├╝rlich eine unglaubliche Ehre. Als Herausforderung sehen wir das allerdings nicht. Es zeigt uns am richtigen Weg zu sein und gibt zus├Ątzliche Motivation.


Was ist die Message von GUIDELINE?
Zusammengefasst k├Ânnte man sagen, dass wir die Leute dazu auffordern wollen, mal ├╝ber den Tellerrand hinaus zu schauen. Auf unserer Welt l├Ąuft sehr vieles ziemlich verkehrt und die Verantwortung liegt bei jedem von uns. Das soll jetzt nicht hei├čen, dass wir eine politische Band sein wollen. Ganz und gar nicht. Wir wollen einfach dazu motivieren, ├╝ber seine eigene Einstellung nach zu denken.


Eine Guideline ist bekanntlich eine Regel. Welche Regeln gelten f├╝r Euch?
Der Bandname hat f├╝r uns nicht unbedingt mit einer Regel zu tun. Die einzige Regel die es f├╝r uns gibt ist immer dran zu bleiben, nach vorne zu schauen und gute Musik zu machen.


"A guideline to GUIDELINE". Was braucht es um Guideline und Ihre Musik zu verstehen - quasi das Rezept zum GUIDELINE-h├Âren?
Gute Musik braucht kein Rezept, um verstanden zu werden. Wie man Guideline h├Ârt, ist jedem selbst ├╝berlassen. Allerdings gibt es viel zu wenig Textleser. Das w├╝rde es wahrscheinlich dem H├Ârer erleichtern, die Hintergr├╝nde zu verstehen.


What is real hei├čt der letzte Song auf Eurem Album. What is real an Guideline und was ist Show? Und, wer zum Teufel ist Mr Jay?
In einer Welt, wo mittlerweile fast alles nur mehr aus Show besteht, sind wir es den Fans und auch uns selbst schuldig, ehrlich zu sein. Was man von uns h├Ârt, liest oder sieht ist also real und wird es auch immer bleiben. Der liebe Mr Jay bleibt allerdings unser ganz pers├Ânliches Geheimnis.



Real ist in jedem Fall das Album. Geht Euch die virtuelle Welt am Arsch vorbei oder warum setzt ihr nicht wie soviele andere auf Youtube und Myspace-Klicks und die Hoffnung auf den Plattenvertrag bei einem Major-Label?
Die Zeit der gro├čen Major Labels ist vorbei. Dieses System hat gro├čteils ausgedient und funktioniert nur mehr in Ausnahmef├Ąllen. Gerade Newcomer Bands sollten das Zepter selbst in die Hand nehmen und nicht auf den gro├čen Deal warten. Da wird man sehr schnell alt und hat am Ende vielleicht gar nichts davon.


Ihr werdet als "Rocker" oder gar "Metaller" von einer Frau gemanagt. Wer hat nun wirklich die Hosen an? Die harten Jungs oder ... ?
Haha! Jaja… die Frage mit den Hosen. Die Zusammenarbeit zwischen Management und Band funktioniert sehr gut bei uns. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass es mal eine Zeit ohne Management gab und wir uns alles selber gemacht haben.

 

alt

 



0 Kommentare | am 19. Jan 2011 geschrieben
Tags: Interview, Guideline, Musik

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