MIKE GRÖGER ? Portrait of a serial drummer

Der Volksmund meint: Der Weg nach oben ist hart und steinig. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass man Mike Gröger eines Tages eben dort finden wird. Kaum treffender könnte man seine Person wie auch seine Arbeit beschreiben als mit den Ausdrücken: Heavy & Rock. Dass es dennoch kein Spaziergang ist, ist logisch, denn sonst würden auch mehrere an der Spitze ankommen. Wieviel harte Arbeit und Schweiß dahinter stecken erzählt uns der wohl umtriebigste Schlagzeuger des Landes selbst.



Hello Mike, blicken wir zurück auf die wichtigsten Etappen deiner Laufbahn. Wie lange ist es nun her als du das Schlagzeug für dich entdeckt hast?



Ich habe mit drei Jahren, also vor etwa 27 Jahren, begonnen, am Schlagzeug meines Vaters zu trommeln. Mein Vater war ebenfalls Schlagzeuger und erkannte recht bald, dass ich ein gutes Rhytmusgefühl bzw. ein Talent für dieses Instrument habe. Er brachte mir einige Basics bei und in den ersten Jahren habe ich hauptsächlich zu der für mich damals interessanten Musik geübt. Ich habe mir jede Musik bewußt angehört, analysiert und nachgespielt.



Hast du jemals Unterricht genommen?



Nur einmal für kurze Zeit, in der Musikschule Pressbaum, was mich überhaupt nicht interessierte, denn der Lehrer wollte mir mehr oder weniger klassisches Schlagzeug beibringen. Er hatte eher die Marschtrommel einer Blasmusikkapelle im Sinn und ich hatte z.B. Slayer in den Ohren. Das konnte also nicht lange funktionieren.



Wie sieht es mit deiner Band-History aus? Du bringst es mittlerweile auf eine sehenswerte Liste wie auch auf eine höhrenswerte Anzahl an Produktionen.



Die ersten Versuche mit Gleichaltrigen eine Band zu gründen waren weniger produktiv, da ich ja schon jahrelang trainierte und die meisten erst begonnen haben Instrumente zu spielen.
Also stieß ich mit ungefähr 14 Jahren zur Band meines Vaters. Wir hießen The Hammer, waren eine Blues-Rock-Coverband und spielten unter anderem auf einigen Bikerfestivals. Da traf ich Chris ?4er? Peterka und spielte mit ihm in einer Combo namens 4er Gang. Ich hatte zuvor schon einige Erfahrung im Hardcore-Bereich gemacht, mit Bands an deren Namen ich mich teilweise nicht mehr erinnern kann, aber ernsthaft zur Sache ging es im Anschluß mit Only Attitude Counts. Ziemlich bald nach meinem Einstieg nahmen wir auch schon die erste Cd auf, insgesamt wurden es drei Alben (?We Stand As One?, ?Continue the Fight? und ?100%?). Parallel dazu lernte ich Thee Flatliners kennen, wo ich einige Zeit verbrachte und ebenfalls drei Alben aufnahm. (?Enter the Twilight?, ?The Vampires?-EP, ?Pandemonium?). Bei der letzten war ich nur mehr zur Hälfte beteiligt, da ich schon ausgestiegen war und mittlerweile mit Martin Schirenc (Pungent Stench) das Projekt Hollenthon startete. Bislang haben wir zwei Scheiben aufgenommen (?Domus Mundi? und ?With Vilest of Worms to Dwell?). Außerdem war ich noch ein Jahr bei The Legendary Daltons und etwas später kamen die Bands Collapse7 und Bloo Voodoo hinzu. Mit Collapse7 spielte ich zwei Alben ein (?In Deep Silence? und ?Supernova Overdrive?), mit Bloo Voodoo war es bislang ein Longplayer (?Needles and Dolls?).



Also alles in allem ein extrem konsequenter Weg, wo vieles parallel verläuft, nahtlos ineinander übergeht und auch nebeneinander zu funktionieren scheint.



So ist es, vielleicht ist da auch eine Portion Glück mit dabei, aber wenn du die richtigen Leute triffst kann auch in sehr kurzer Zeit etwas Gescheites dabei rauskommen. Mit Bloo Voodoo hatten wir z.B. bereits zwei Monate nach dem Start ein wirklich ausgereiftes Demo und spielten sehr oft live. Dann folgte die CD und nun wird die Live-DVD demnächst fertiggestellt.



Darüber werden wir sicher ausführlich berichten, aber bleiben wir mal bei Hollenthon. Was ursprünglich als Studio-Projekt begann entwickelte sich doch recht bald zu einer Band, oder?



Genau, zu Beginn dachten wir eigentlich nicht daran live zu spielen. Nachdem die Sache für uns aber sehr gut angelaufen war und die Plattenfirma uns nahegelegt hatte die Musik auf die Bühne zu bringen machten wir uns darüber Gedanken wie dies funktionieren könnte. Anfangs war es natürlich keine leichte Angelegenheit den Live-Sound mit all den Samples usw. zu gestalten. Wir hatten aber ziemlich bald eine Reihe von erfolgreichen Konzerten hinter uns gebracht und ebenfalls eine Europa-Tournee gemeinsam mit Siebenbürgen und Eisregen gespielt, welche sehr gut verlaufen ist. Außerdem standen die grossen Festivals wie Wacken oder Summer Breeze am Programm und wir sind bei den Fans gut angekommen. Anschließend wurde es etwas ruhiger um Hollenthon, da Martin wieder mit Pungent Stench intensiver unterwegs war und ich ja zu jener Zeit mit Collapse7 und Bloo Voodoo ebenfalls sehr beschäftigt war.



Im Moment fährt der Zug aber wieder Richtung Hollenthon, was hat sich in der Zwischenzeit getan?



Wir wollten eigentlich seit langer Zeit wieder etwas gemeinsam machen, aber der Zeitpunkt war noch nicht der richtige. Mittlerweile haben wir einen Manager der uns ein großes Stück Arbeit abnimmt, sodaß wir uns verstärkt auf die Musik konzentrieren können. Dies ist eine große Erleichterung da wir uns bis dahin selbst um die ganze Organisation, das Booking, etc. kümmern mussten.



Ihr seid ja wieder im Studio und arbeitet an einem neuen Album. Passiert dies nach wie vor zu zweit oder gibt es da Veränderungen.
Die Arbeit im Studio geschieht weiterhin zu zweit und verläuft recht ähnlich wie bei den Vorgängern. Früher war es so, dass Martin die Gitarren, Samples usw. eingespielt hat und ein Grundgerüst für die Drums nach seiner Vorstellung zusammenstellte. Ich kam dann ins Studio, hörte mir die Songs an und spielte die Drums ein. Es blieb aber dennoch genug Freiraum für meinen persönlichen Style. Die ersten beiden Songs des neuen Albums sind nach diesem ?alten? Konzept entstanden. Bei anderen wiederum spielten wir gemeinsam Parts ein, einmal brachte Martin ein Riff und ich spielte den Beat dazu, ein anderes mal lieferte ich die Drums und Martin klinkte sich ein. Dies ist schon eine Veränderung der Arbeitsweise und macht die Angelegenheit etwas progressiver würde ich sagen. Es entsteht ein leicht veränderter Charakter, jedoch wird man die Musik sofort als Hollenthon erkennen können.
Wir haben uns ja auch beide in den Jahren wo nichts passierte auf allen Ebenen weiterentwickelt und haben jetzt einfach das Gefühl, dass genau der richtige Zeitpunkt gekommen ist um weiterzuarbeiten. Ausserdem macht es uns enormen Spass und der ist ja nicht gerade unwesentlich.



Dies klingt ja schon sehr vielversprechend und macht neugierig. Wie lange müssen wir uns noch gedulden?



Wir haben uns jetzt eine Deadline gesetzt und wollen im Dezember das Album fertig eingespielt haben, was bedeudet, dass es vermutlich im Februar, spätestens März auf den Markt kommt.



Wie sieht es mit der Live-Besetzung aus?



Bei der Besetzung für die Live Gigs gab es einen Wechsel, aber nur aus dem Grund weil Mario und Werner (Collapse7) in Salzburg leben und wir mit Hollenthon mehr proben wollen. Ich persönlich werde die beiden in der Band sehr vermissen, da sie hervorragende Musiker und auch sehr gute Freunde von mir sind. Natürlich haben wir aber die nötigen Kontakte zu guten Musikern und haben auf diesem Wege zwei perfekte Mitstreiter gefunden.
Den Part am Bass übernimmt von nun an Gregor Marboe, der schon bei Pungent Stench am Bass tätig war und derzeit auch bei Defender KFS rockt. Für die zweite Gitarre haben wir Martin Arzberger an Bord geholt, der mit Gregor ebenfalls bei Defender KFS und auch bei Molokh spielt.



Neue alte Bekannte sozusagen.



Genau, das hat den großen Vorteil, dass du in musikalischer Hinsicht nicht so lange brauchst, um dich aufeinander einzustimmen. Auf menschlicher Ebene ist es für eine Tour weitaus verträglicher, da jeder bereits weiß auf wen oder was er sich genau einlässt. Das macht die Sache wesentlich einfacher.



A propos live, du warst ja auch schon mit einigen namhaften Größen unterwegs bzw. hast mit ihnen die Bühne geteilt.



Too much to list, das würde jetzt den Rahmen sprengen denke ich. Die Tour von Only Attitude Counts mit Cro-Mags war natürlich genial., und es macht natürlich was her wenn du Legenden wie Harley Flanagan oder Rocky George (Fishbone, Suicidal Tendencies, Cro-Mags) kennenlernen kannst. Die Tour von Hollenthon mit Siebenbürgen und Eisregen ist in bester Erinnerung. Als wir ?With Vilest of Worms to Dwell? aufgenommen haben, hatten wir übrigens einen Gastmusiker, nämlich keinen geringeren als ?Crazy? Rob Barrett (Ex-Malevolent Creation,jetzt wieder bei Cannibal Corpse). Er hat ein ziemlich schräges, whiskeygetränktes Soli eingespielt.
Mir war es eine Ehre Drum Techniker für den Godfahter of Soul ? Mr. James Brown himself ? zu sein, das war leider ca 3 wochen vor seinem tod. Bei Festivals wie Wacken oder Summer Breeze läufst du Backstage zwangsläufig dem einen oder anderen Bekannten über den Weg.



Also laufen zur Zeit bei dir drei Bands zur selben Zeit, gab es eigentlich schon Terminkollisionen?



Ja, die gab es und vermutlich werde ich dies nie ausschließen können. Ich muss dazu sagen, dass so eine Entscheidung niemals leicht fällt, aber fairerweise erwähnen, dass es leichter ist einen Ersatz an den Drums für Bloo Voodoo zu finden als zum Beispiel für Collapse7, da letztere doch komplexer sind. Wir kennen natürlich auch etliche Leute im Blues/Rock-Umfeld und es ist nicht ganz so schwer da jemanden zu finden der innerhalb eines Monats ein Set einstudiert, um ein paar Gigs zu spielen. Beim Metal sieht die Sache etwas anders aus.



Ist noch Platz für weitere Projekte, oder würdest du sagen, dass du so wie es momentan läuft ausgelastet bist?



Ich habe zwar jetzt meine fixen Bands, bin aber weiterhin für jedes Angebot offen und auch dankbar dafür. Bei mir kann es nie genug geben. Natürlich sehe ich mir alles genau an und entscheide dann, aber mittlweile ist es ja auch kein Novum, dass eine Band ihren Sitz z.B. in Schweden hat, der Schlagzeuger aus England kommt und der Gitarrist aus Deutschland und sie schaffen es trotzdem. Für mich wäre es auch kein Problem ins Ausland zu gehen und heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten bezüglich der Aufnahmen oder Kommunikation, die es einem leichter machen sich auf so eine Situation einzustellen. Man trifft sich dann, probt zwei Wochen gemeinsam und steigt in den Tourbus ? alles ist möglich.



Sag mal, wie viele Herzen schlagen in deiner Brust?



Tatsächlich so einige, da ich der Musik gegenüber immer sehr aufgeschlossen war und bin. Ich möchte mich auch nicht auf eine Richtung beschränken oder festlegen. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen kann ich aus allen Bereichen lernen und somit meinen Nutzen ziehen, zum anderen sehe ich es auch als Notwendigkeit, da ich ja noch immer einen Job habe der mir die Miete zahlt. So lange ich nicht von der Musik leben kann, bzw. mit einer Band den Durchbruch schaffe, sehe ich keinen Grund mich längerfristig auf einen Stil zu fokussieren.



Ein guter Übergang, um noch etwas über die anderen beiden Bands zu sprechen.
Collapse7 haben mit ?Supernova Overdrive? ein brandneues Werk am Markt. Erstmal Gratulation dazu, sehr ausgereifte Songs, fetter Sound und eine wirklich gute Produktion. Wie kam die Zusammenarbeit zustande.




Wir lernten uns bei Hollenthon kennen, da Mario und Werner die Band ja live verstärkten. Da sie keinen passenden Schlagzeuger hatten fragten sie mich, ob ich Lust hätte eine CD einzuspielen. Ich sagte natürlich ja, danach folgten Gigs und wir wuchsen immer mehr zu einer Band zusammen. Bei der ersten Scheibe waren die Songs eigentlich schon komplett fertig geschrieben. Ich richtete mich nach den Vorgaben und wollte auch nicht unbedingt meinen persönlichen Stempel aufdrücken, da sie es so auf die Beine gestellt hatten. Bei der neuen Scheibe hatte ich wesentlich mehr Spielraum, und wer meinen Stil kennt kann erkennen, dass ich hier bedeutend mehr Anteile beigesteuert habe.
Ich arbeite sehr gerne mit den Jungs, da ich sie für großartige Musiker halte und wir auch persönlich sehr gut miteinander können. Es ist zum Beispiel so, dass wir uns ein halbes Jahr lang nur ein paar mal sehen, sogar ohne zu Proben. Dann steht ein Gig oder eine Tour an, wir proben einmal vorher und die Sache steht.



Und die Produktion? Wer ist dafür verantwortlich?



Wir haben wieder bei Martin Schirenc aufgenommen, da wir ihm diesbezüglich vollkommen vertrauen. Er versteht sein Handwerk, ist nicht nur ein Vollblut-Musiker, sondern auch ein perfekter Produzent und dank seines Backgrounds weiß er sofort wo eine Band wie Collapse7 hinsteuern möchte bzw. was das beste für die Musik ist. Außerdem achtet er sehr auf sein Studio (Vato Loco Studio), tüftelt und feilt ohne Ende und das merkt man logischerweise am Endprodukt.



Wie kam das Video zustande? Wer steckt dahinter?



Die Jungs heißen RoDo, Roland Rudolph und Dieter Ungrad. Wir kennen uns schon seit einer Ewigkeit und sie wollen nun vermehrt Musikvideos machen. Sie haben eine Band für ein Pilot-Projekt gesucht und wollten sozusagen mal sehen was mit einem sehr geringen Budget und einem jungen Team alles möglich ist. Wir alle sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.



Nun zu Bloo Voodoo. Was gibt es aktuelles zu berichten?



Wie du weißt ist Sabine (aka Barbie Hell) für voraussichtlich 10 Monate nach Amerika gegangen. Am Anfang haben wir natürlich etwas Trübsal geblasen, aber nun mit Hannes Steif einen sehr guten Ersatz gefunden. Es ist klarerweise schwer Sabine zu substituieren, da sie einen ganz eigenen Groove und Sound hat, mit Hannes haben wir allerdings einen Profi an der Seite, der einen perfekten Job macht und somit werden wir weiterhin live unterwegs sein.



Lass uns noch etwas über dein Arbeitsgerät reden. Man kennt das ja z.B. von Gitarristen, die endlos an Sounds und Effekten feilen und immer Ausschau nach Neuem halten. Wie verhält sich das bei dir?



Ich habe zwei Schlagzeuge. Das eine ist ein Mapex, keine Ahnung welche Serie das genau ist, und das andere ist ein ziemlich altes Tama Superstar, aus Ahornkesseln mit Mahagoni-Finish, welches ich hauptsächlich verwende. Das ist auch eine nostalgische Geschichte, da es ein Geburtstagsgeschenk meines Vaters war. Er meinte, dass ich es besser gebrauchen kann als er momentan und ich bin sehr glücklich damit. Was den Sound betrifft probiere ich sehr viel aus und versuche das Beste herauszuholen, vor allem was die Felle betrifft. Es macht natürlich auch einen Unterschied ob du auf Festivals spielst, wo du auf verschiedenen Drums zum Einsatz kommst. Da ist es z.B. wichtig, dass du deine Doublebass-Maschine mithast. Bei kleineren Gigs, wo du dein Schlagzeug selbst aufbaust, sollte es klarerweise vom Grundsound her passen, denn auch wenn es nicht mit Mikrofonen abgenommen wird sollte es gut klingen und nicht wie ein Kochtopf oder eine Omo-Trommel. Da ist es natürlich sehr wichtig, sich mit seinem Instrument auseinanderzusetzen und z.B. die Felle nicht gedankenlos anzuspannen. Man sollte die Anatomie des Schlagzeugs kennen und sich damit befassen. Für mich ist das die halbe Miete, denn du fühlst dich einfach wohler und spielst auch besser, wenn du mit deinem Sound zufrieden bist.



Orientierst du dich live eigentlich am Bass oder am Song an sich?



Das lässt sich so generell nicht beantworten, das ist verschieden. Grundsätzlich habe ich die Nummern natürlich im Kopf gespeichert und kann den genauen Ablauf abrufen. Bei so komplexen Geschichten wie Collapse7 oder Hollenthon, die sehr gitarrenbetont und rifflastig sind orientiere ich mich nicht nach einem gewissen Instrument, manche Breaks zwischendurch sind natürlich individuell und verschieden, im Großen und Ganzen halte ich mich aber an mein eigenes Schema. Bloo Voodoo spielen eine ganz andere Richtung und dadurch dass es eine Dreier-Besetzung ist, ist es klarerweise wichtig, dass Schlagzeug und Bass einen guten Groove bilden. Es hängt auch sehr von den einzelnen Musikern ab. Bei Bloo Voodoo ist Sabine am Bass der tragende Teil sozusagen, sie ist extrem straight und zieht ihr Ding durch, was für Curtis und mich schon ein hilfreicher Anhaltspunkt ist, da wir da und dort mal gerne ausschweifen.



Die Drums sind ja mit Sicherheit der körperlich anstrengendste Job in einer Band. Trainierst du zusätzlich um dich fit zu halten oder ist dein Dauereinsatz Training genug. Anders gefragt, wieviel geht da vom Kopf aus?



Es geht sehr viel vom Kopf aus. Es gibt ja Drummer, die vermutlich außer Bierstemmen und Playstation spielen nichts anderes machen, auch danach aussehen, aber dennoch einen grandiosen Job leisten. Das ist eine sehr subjektive Angelegenheit und es bleibt jedem selbst überlassen, wie er seine Technik und den Style verwirklicht. Natürlich ist es kein Nachteil körperlich fit zu sein, vor allem wenn man sehr körperbetont spielt, aber ich denke, dass es wie gesagt hauptsächlich eine Kopfsache ist. Es ist einmal mehr und einmal weniger anstrengend, das hängt auch sehr von der Tagesverfassung ab und ein Liter ist schnell mal weggeschwitzt. Ich finde, dass es am wichtigsten ist auf seinem Instrument fit zu bleiben.



Guter Satz, hast du noch etwas, was du erzählen möchtest?



Ich möchte erwähnen, dass ich auf der Suche nach Endorsement bin, denn wenn man so oft spielt geht auch einiges zu Bruch oder wird verschlissen. Das kostet natürlich alles eine Stange Geld und so wäre ich über jeden Vertrag, in welchem Umfang auch immer, happy und dankbar. Ich bin jeder Firma oder Möglichkeit gegenüber aufgeschlossen und das wäre eine wirklich gute Unterstützung.



Diesen Aufruf möchte ich nochmals unterstreichen, da Mike Gröger meiner Meinung nach zu den heimischen Ausnahmeerscheinungen zählt und (international) keinen Vergleich zu scheuen braucht. Wer sich selbst überzeugen möchte tut dies am besten unter folgenden Links:



http://www.myspace.com/mikegroeger

http://www.myspace.com/hollenthonofficial

http://www.collapse7.com

http://www.myspace.com/collapse7

http://www.bloovoodoo.com

http://www.myspace.com/bloovoodoorocks



Auf diesen Seiten gibt es natürlich reichlich mehr Infos und man wird ebenso über kommende Live-Aktivitäten am Laufenden gehalten.
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Bild zum Interview mit MIKE GRÖGER ? Portrait of a serial drummer

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0 Kommentare | am 10. Oct 2007 geschrieben

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