Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit prangt in goldenen Lettern über der Wiener Secession. Der Schweizer Christoph Büchel hat mit element6 (Nein das ist keine Künstlergruppe sondern der „Verein der kontaktfreudigen Nachtschwärmer“) das Motto geändert Der Kunst ihre Kunst, der Freiheit ihre Zeit. Die Ausstellung erregt im wahrsten Sinn des Wortes: unter Tags ein Swingerclub zum anschauen, in der Nacht tatsächlich in Betrieb!
Der Skandal war wohl durchdacht und geplant wie Christoph Büchel ausführt. So habe Seinerzeit das Beethovenfries von Gustav Klimt einen Skandal bewirkt. Heute sei dies kein Skandal mehr.
Die Medien stürzen sich genüßlich auf das Thema Sex & Steuern ( "Steuergeld für Sex-Kultur", HEUTE) oder leisten werbetechnische Hilfe mit Schlagzeilen wie "Kopulieren mit Kitsch und Kunst" (Kurier)
Wieweit nun die Ausstellung Kunst ist, möge jeder selbst beurteilen, die Lokal- und Bundespolitik sieht sich jedenfalls zu unterschiedlichsten Statements provoziert. So Sprechen die Einen, allen voran Ursula Stenzel (Bezirksvorsteherin des 1. Bezirkes) und FP-Politiker von einem handfesten Skandal, die anderen sehen sich bemüßigt Subventionen an die Wiener Secession zu verteidigen – "Die Wiener Secession erhalte von der Stadt Wien eine Jahressubvention. An wen und wofür die Räume der Secession vermietet werden, entscheide allein die "Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession".
Im Sinne des letzten Satzes wollen wir hoffen, dass für die Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession die körperliche Vereinigung nicht den traurigen höhepunkt künstlerischen Schaffens darstellt, sondern das Ganze als "Musen-Casting" gedacht ist.
Du hast NEWS die rocken - nichts wie her damit! |
| 0 Kommentare | am 23. Feb 2010 geschrieben von Mex | auf Facebook teilen | auf Twitter teilen Tags: schraeg, Kunst, nackt, Oesterreich |
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