Um das Klima zu schützen und Staus zu verringern, reformieren die Niederlande radikal ihr System der Verkehrsbesteuerung: GPS misst Kfz-Steuer Für die Gebührenberechnung müssen alle niederländischen Autos mit GPS-Systemen ausgestattet werden.
Die Kosten für den Einbau übernimmt der Staat. Die GPS-Geräte erfassen die gefahrenen Kilometer und senden die Informationen per Satellit an eine staatliche Zentralkasse, die das Geld von den Konten der Fahrzeughalter einzieht. Gerechnet werden alle gefahrenen Kilometer, also auch außerhalb der Niederlande. Die Höhe der Steuer ist von der Wagengröße abhängig, wer sich in einem Kleinwagen fortbewegt, zahlt 1,4 Cent pro Kilometer. Beim größeren Wagen, z. B. einem Audi A8 fallen schon 16,6 Cent an, so Verkehrsminister Camiel Eurlings. Zur Beruhigung der Gemüter rechneten seine Beamten vor, dass eine Mehrheit der autofahrenden Niederländer – rund sechs von zehn – mit dem neuen System auch dann Geld spart, wenn sie an ihrem Fahrverhalten nichts ändern.
15 Prozent weniger Verkehr
Das neue System biete Anreize, das Auto stehen zu lassen. Dadurch werde die Belastung der Umwelt durch Kohlendioxid in Fahrzeugabgasen voraussichtlich um zehn Prozent abnehmen, erklärte der Verkehrsminister. Nach Berechnungen der Regierung werde die Zahl der von niederländischen Autos zurückgelegten Straßenkilometern um 15 Prozent abnehmen, da mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel sowie das Fahrrad umsteigen würden. Zudem werde es pro Jahr sieben Prozent weniger Verkehrstote geben. Bis 2020 könne sich zudem die Zahl der Staus auf niederländischen Straßen auf das Niveau von 1992 verringern. |
| 0 Kommentare | am 16. Nov 2009 geschrieben von shrek | auf Facebook teilen | auf Twitter teilen Tags: KFZ, Steuer, Holland, Memberartikel |
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