7.000 Zuschauer feiern Keith Lidberg (USA) und Jan Kissmann (GER)
Köln, 2. Mai 2009 – Mit einem perfekten Auftakt startete die
europäische Wakeboard-Saison im Kölner Stadionbad. Bei Red Bull Wake
The Line sahen gestern rund 7.000 Zuschauer unter strahlendem
Sonnenschein Wakeboard-Action auf Weltniveau. Das Obstacle-Setup von
UNIT Parktech erlaubte Wakeboarden auf höchstem Level und die
Quarterpipe am Ende des Runs zeigte ganz neue Perspektiven für den
Sport. Der US Amerikaner Keith Lidberg gewann im heiß umkämpften
Wakeboard Superfinale vor Bernhard Hinterberger aus Kiefersfelden/GER
und seinem US Kollegen Shawn Watson aus Orlando. Die Wakeskate Wertung
von Red Bull Wake The Line ging überraschend an den Lokalmatador Jan
Kissmann aus Duisburg.
Erst über die Wildcard bei der Warm-Up Session in Langenfeld
qualifizierte sich Jan Kissmann als letzter von acht Wakeskater für
Red Bull Wake The Line. Bereits in der Qualifikation demonstrierte er,
dass diese Entscheidung richtig war. Mit seinen Spintricks am Kicker
wie Backside 180 und Frontside 540 setzte er sich vom Rest des Feldes
ab und gewann verdient vor dem Franzosen Leo Labadens und dem
Vorjahressieger Andy Kolb (GER). Beim Nike 6.0 Best Trick Award
Wakeskate sicherte sich Kevin Calvez (FRA) den Sieg.
Bei den 16 Wakeboardern war das Who is Who der internationalen Szene
in Köln vertreten. Nach der Qualifikation wurde das Semifinale der
besten acht im K.O. Modus ausgetragen. Gleich die erste Paarung war
der absolute Hammer, als der dreifache Cable Wakeboard Weltmeister
Bernhard Hinterberger (GER) auf die Legende Parks Bonifay aus den USA
traf. Beide zeigten sehr ähnliche Läufe, machten 450 Transfers auf die
A-Box und klärten den Wallride souverän. Den Ausschlag machte wohl der
letzte Trick am Kicker, wo der Whirlybird von Parks gegen den
CrowMobe-5 von Bernhard den Kürzeren zog. In den übrigen
Semifinalläufen behaupteten sich die US-Boys Keith Lidberg, Shawn
Watson und Collin Harrington gegen ihre europäischen Kontrahenten. Im
Finale standen noch mal 20 Minuten zur Verfügung, in denen die Rider
vom Sesitec 2.0 Seilbahnsystem gezogen, alles gaben. Am Ende waren es
die technisch schwierigen Slidertricks wie Backside Lipslides und
massive Transfers, denen Keith Lidberg seinen Sieg bei Red Bull Wake
The Line zu verdanken hatte. Der zweite des Vorjahres, Bernhard
Hinterberger, heizte den Amerikanern ordentlich ein und konnte seinen
Platz verteidigen. Knapp dahinter landete Shawn Watson, der aufgrund
seiner Extraportion Style auch beim Best Trick Contest an der
Quarterpipe überzeugte und sich den ersten Platz sicherte.
Red Bull Wake The Line war der perfekte Start in die neue Saison. Das
Konzept, Wakeboarden in das urbane Umfeld eines Schwimmbades zu
bringen, ist voll aufgegangen. Vor allem durch die Quarterpipe, einem
Element das es so noch nie im Wakeboarden gab, wurden die Limits
weiter nach oben gepusht und neue Wege eröffnet.