| Alternative Rock | |
Fällt einem sonst nichts ein kann man sich immer noch als "alternative" bezeichnen. Präziser gefragt, meinen die meisten, eine Alternative zum Mainstream darzustellen. (Sie verheimlichen schlussendlich aber sehr gerne, in welchem Ausmaß die Industrie hinter ihnen steht und kräftig pusht.) |
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| Black Metal | |
Auffälligstes Merkmal: Nur unter höchster Anstrengung identifizierbare Bandnamen und Logos auf schwarzen Shirts. Der Stein wurde wohl Anfang der 80er von Venom losgetreten, die den Satanismus als Aufhänger nahmen und weit ironischer pflegten als die nachfolgenden Bands vorwiegend aus dem skandinavischen Raum. Böse, sehr böse. |
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| Brit-Pop | |
Ach ist das schmuddelig. Ergo, das Genre mit dem höchsten weiblichen Fan-Anteil. Auch deshalb, da die Jungs im Publikum verzweifelt versuchen, wie ihre Stars auf der Bühne auszusehen. Sie sind dann hauptsächlich damit beschäftigt, Klamotten zu shoppen oder ihr Geld beim Friseur zu lassen, um sich seltsame Frisuren schneiden zu lassen. |
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| Christian Rock | |
Wollen so gut sein wie Pearl Jam und verpacken dies mit einer Message, die einen "normalen" Menschen ähnlich aufstößt wie eine mehrstündige Zwangsteilnahme an einem Ernährungsberaterseminar. Aber es gibt nun einmal auch gläuige Rocker die dies auch in ihrer Musik ausdrücken wollen. |
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| Crossover | |
Crossover wurzelt bereits in den frühen Punk-Tagen vor allem jenseits des Atlantiks. Weit weniger festgefahren als die britischen Kollegen bedienten sich die Amis seit Beginn an verschiedenster Stilelemente. Mitte der 80er verschmolzen diverse Hardcore-Bands eine Portion Metal zu einem Guss, jedoch sorgten z.B. die Red Hot Chili Peppers, Faith no More und vor allem Rage Against the Machine dafür, dass Crossover nun jedem ein Begriff ist. |
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| Crust | |
Crossover aus Metal und Hardcore plus einem Gesang der selten verständlich ist. In jungen Jahren erlebte ich Extreme Noise Terror live, und während der dritten Nummer dachte ich mir, dass ein Leben sicher nicht ausreichen würde um dieses Spektakel auf der Bühne meiner Mutter zu erklären, wenn sie nun in die Halle käme. Peinlich, ich weiß. |
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| Death Metal | |
In etwa die amerikanische Antwort auf vorwiegend europäisch geprägten Black Metal, um in späterer Folge abermals in Skandinavien großen Anklang zu finden. Die Texte handeln meist über den Tod und Rituale um dieses Thema, die Gitarren sind heruntergestimmt. Der Godfather gilt Chuck Schuldiner der Band Death. |
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| Drum 'n' Bass | |
Die fundamentalen Instrumente jeder Band, die Basis, das Gerüst, oder die Welle auf der die Gitarre reiten kann. |
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| Emo | |
Eine annehmbare Erklärung gelingt nicht mal jenen Leuten, die in diese Schublade geworfen werden, zumal sie sofort wieder versuchen, aus dieser herauszukommen.
Emo steht kurz für emotional, und meint wohl hauptsächlich die Lyrics, denn welche Musik ist nicht emotional? Ian MacKaye wird oftmals als Wegbereiter zitiert, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er dies genauso sieht. Wie sich dieser selbst ernannte Adelige wohl sieht? Bands: My Chemical Romance, Plain White T's, Funeral For A Friend
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| Folk Metal | |
Bodenständige Volksmusiker die auf Metal machen, oder so ähnlich. Aus Sagen, Gedichten und volkstümlichen Liedern werden Metal-Songs gemacht. Die eher untypischen Musikinstrumente wie Flöte, Dudelsack oder Akkordeon geben der Musik ihren ganz speziellen Touch. |
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| Folk Rock | |
So einfühlsam und geschmeidig, oftmals gar raunzerisch. Auf Strom wird gerne verzichtet, damit man die Wald- und Wiesengriffe auch eben dort zum Besten geben kann. |
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| Fun Punk | |
Keine Ahnung, echt nicht, helft mir bitte! Die Toy Dolls, ja klar, aber auch die Ärzte und Hosen? |
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| Garage | |
Auch Sixties Punk genannt, ihrer Zeit schwer voraus und nur wenige schafften den Sprung oder gar einen Deal. Detroit schien oder scheint das gewisse Etwas zu haben, denn genauso wie ein Muscle-Car schnurrt und growlt Garage Rock zwischen dem Rock'n'Roll der 50er und dem Punk der 70er. Pepples-Sampler sammeln wäre auch ein schönes Hobby. |
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| Glam Rock | |
Das ist mehr als Federboa und Glitter, auch die Musik ist dementsprechend opulent. Aber wichtig sind ohne Zweifel schillernde Kostüme und einiges an Make-up. Je weniger man Mann von Frau unterscheiden kann, umso besser. |
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| Gothic Rock | |
Schon Ende der 70er Jahre ging es los mit der düsteren Musik. Joy Division prägte diesen Musikstil mit seinen dunklen Texten, nach seinem Tod entwickelte sich Gothic zur Eigenständigkeit. Heute ist inzwischen die Grenze zwischen New Wave, Dark-Wave, Industrial usw. schwer zu ziehen. |
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| Grindcore | |
Death Metal plus Hardcore plus Dauergrunzen in tiefer Stimmlage. |
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| Grunge | |
Hauptmerkmale: zerissene Jeans, Flanellhemden und Frisuren die man nach dem Aufstehen gleich ein bisschen mit Taft festigt, denn so sind sie perfekt. Die Szene konzentrierte sich hauptsächlich rund um Seattle und dem dort beheimateten Label Sub Pop. Vielleicht kann es also auch nicht schaden, seine Songs bei heftigem Regenwetter zu schreiben, um dem Sound und der Stimmung am nähesten zu kommen. Eine Strömung, die in den 90ern mit Nirvana einen Höhepunkt fand und auch mit eben diesen mehr oder weniger zu Grabe getragen wurde. Neil Young gab es schon lange vorher und nun klafft hier wieder eine große Lücke auf. |
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| Hamburger Schule | |
Die Texte sind manchmal oft verhältnismäßig recht relativ ordentlich witzig – und vor allem in deutscher Sparche. Nach Abklingen der Neuen Deutschen Welle musste es ja irgendwie weitergehen, aber zuviel wollte man sich auch nicht in ein Schema pressen lassen. |
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| Hardcore | |
Es ist schwer abzugrenzen wann Hardcore beginnt und Punk aufhört. Bezieht man sich auf klassischen Punk wie die Ramones oder The Damned dann lässt sich Hardcore am ehesten an der Geschwindigkeit und einem noch radikaleren Auftreten festmachen. Während in England das Punk-Outfit erhalten blieb, verschmolzen in den USA Punk- und Skinhead-Anteile zu einem neuen Look. Erstmals schafften es diese beiden Szenen neben- und manchmal auch miteinander auszukommen, ohne sich zwangsläufig zu vermöbeln. Mitte der 80er war es auch schon wieder vorbei, und wer heutzutage den Begriff "Old-School" verwendet, bezieht sich zumeist auf den NewYork Hardcore. |
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| Heavy Metal | |
Von den Ursprüngen im Hard Rock bis zum Aufflackern des Nu Metal lässt sich Metal in all seinen Facetten hier gut unterordnen. Das wäre aber zu leicht. Klassischer Heavy Metal meint hauptsächlich The New Wave of British Heavy Metal (von Iron Maiden bis Diamond Head, von Cloven Hoof bis Witchfinder General), welche vom Ende der 70er bis Mitte der 80er bestand. Einfach gesagt: Hard Rock und Punk Energie ergeben Heavy Metal, und eben dieser zersplittert anschließend in 57 Subgenres. |
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| Hi-NRG | |
Heißt eigentlich High Energy und soll die Leute in ebendiese Stimmung auf der Tanzfläche versetzen. Mit elektronischen Klängen ist diese Richtung die Fortsetzung der 70er Discowelle. Der erste Hit dieses Genres der nach Europa kam war Evelyn Thomas mit ihrem "High Energy" und Bands wie Shannon, Divine oder C.C. Catch folgten. Wer also in der Disco einen älteren Song hört der eigentlich schon nervt und trotzdem merkt wie sich die Beine im Takt zu bewegen beginnen, dann gehört es sicher zu Hi-NRG. |
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| Horror Punk | |
Die Kunst dieses Stils ist es, höchstens so auszusehen wie The Misfits und wenigstens anders zu klingen. |
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| Independent / Indie | |
| Ähnlicher Sammelbegriff wie Alternative. Independent kannst du fast nur mehr sein, wenn du dein eigenes Label gründest (also D.I.Y.), denn irgendwann, nein genau ab Nirvanas ?Nevermind?, waren die großen Konzerne intelligent genug um Tochterfirmen zu gründen oder Labels, die ursprünglich independent waren, zu schlucken. Geld versaut den Charakter, spätestens dann wenn man bereits von seinen Zinsen leben kann, und ist Gift für die Kunst. | |
| Industrial | |
Der Name ist Programm. Spätestens hier wird einem klar, dass das Lebensumfeld und der musikalische Output in direktem Zusammenhang stehen müssen. Vielleicht macht sich mal jemand die Mühe und kann dies statistisch erheben. Mein persönliches Highlight zu dem Thema: das Einkaufswagerl auf der Bühne bei den Einstürzenden Neubauten. |
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| Jam Rock | |
Es ist verdammt schwer passende Musiker für seine Band zu finden. Hat man das Gefühl der Auflösung entgegenzusteuern, jedoch momentan keine personellen Alternativen, rate ich bei der nächsten Probe nach einem freundlichen "Hallo" gleich den Satz: "Mia mochn jetz Jam Rock?" nachzuwerfen. So kann man die verbleibende Zeit noch gut nützen und zumindest das eigene Potential weiter ausschöpfen. |
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| Krautrock | |
| Eine 17-teilige Austropop Serie kann auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in all diesen Kategorien international kaum etwas Nachhaltiges hervorgebracht haben, geschweige denn einen Stil prägen konnten. Krautrock ist die deutsche Antwort auf den Psychodelic Rock, New Age, oder die elektronische Musik jener Zeit. Bekannte Vertreter waren Can, Tangerine Dream oder Birth Control. Neidisch könnte man werden, wir sind es auch. | |
| Lo-Fi | |
| Low Fidelity. Wie wenig Geld kann eine Aufnahme kosten und dennoch interessant und spannend sein. Wem es noch nicht authentisch genug klingt, der kann ja nachhelfen und einen Stecker verbiegen, ein Kabel aufsäbeln, Pickups beleidigen oder den Vorverstärker mal sanft fallen lassen. So lässt sich auch gut vertuschen wieviel man tatsächlich für ein Teil hinblättern musste, vielleicht entstehen aber genau auf diese Weise neue und einzigartige Sounds. Ein Meister dieses Faches: John Frusciante, abseits der Chili Peppers. | |
| Mathcore | |
| Es werden Einflüsse aus allen Richtungen verwendet. Das Ziel ist es, diese in allen Belangen auf die Spitze zu treiben. Ihre Vertreter kämpfen wie sonst kaum jemand um die Gunst des Publikums. Festivalorganisatoren achten deshalb pedantisch darauf, dass auf der zweiten Bühne zur selben Zeit die schwächste Band im Line Up spielt, um chaotische Fluchtszenarien vorbeugen zu können. | |
| Neue Deutsche Welle | |
Deutschland reagiert abermals zu Beginn der 80er mit einer Flut an neuen Bands auf das Treiben in der übrigen Welt. Ein breites Spektrum an Zutaten, von New Wave-Einflüssen über Punk bis in den Popbereich, finden wir in diesem Topf. Gewürzt mit dem damals gängigen Synth-Sound und abschließend mit der eigenen Sprache garniert ergibt dies eine deftig bodenständige Hausmannskost. Gut gemacht. |
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| New Wave | |
Fand ich schon immer interessant, konnte in den 80ern aber rein gar nichts damit anfangen. Hauptsächlich deshalb, weil es unmöglich schien den Getthoblaster im Park aufzudrehen und dabei einen Bert in den Asphalt zu schneiden. In der Nacht zeichneten Grufties seltsame Zeichen gen Himmel und ihre Augen glänzten wenn The Cure, Bauhaus oder The Sisters of Mercy aus den Boxen dröhnten. Später, viel später, kaufte ich mir die eine oder andere Scheibe und heute verstehe ich gar nicht mehr wer aller unter New Wave geführt wird. Ich dürfte Dark Wave meinen, und was dann noch übrig bleibt ist etwas anspruchsvollere Popmusik. Keine Ahnung ob es hier passt, aber falls jemand die 1982 auf Mystic Records erschienene EP "The Band, The Myth, The Legend" von Vox Pop zuhause hat? |
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| Noise | |
Eine schwer subjektive Anglegenheit. Meist wird die Musik der Jugendkultur von den älteren Generationen als Lärm (Noise) bezeichnet. Besonders seltsam ist es dann, wenn dies unter Personen gleichen Alters geschieht. Ja, daran sind schon Freundschaften zerbrochen. |
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| Nu Metal | |
Seltsames Aufkommen Ende der 90er. Siebensaitige Gitarren sind ein Muss, diese noch runtergestimmt und an eine Unmenge Effektgeräte angehängt, um die meist langweiligen Riffs interessanter klingen zu lassen. Seltsame Gestalten an den Mikros runden das eher spastische Gesamterscheinungsbild ab, und es werden später nur eine handvoll Bands in Erinnerung bleiben. |
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| Oi ! | |
| Ähnlich wie Hardcore nabelte sich auch Oi! oder Streetpunk in den frühen 80ern vorwiegend in England vom Punk ab. Grundmotivation dürfte ein immer stärker werdendes Gefühl einer Modeerscheinung gewesen sein. Eines haben sie jedenfalls mit Sicherheit geschafft ? sie spülten sich selbst weiter an den Rand, meistens links, aber doch auch häufig rechts von der Mitte. | |
| Pop Punk | |
Eine besonders seltsame Erscheinung, denn nichts ist weniger kompatibel als Pop und Punk. Ich denke, dass wieder einmal Nirvanas "Nevermind" Schuld daran ist, als die Musikwelt gesehen hat, wieviel auf einen Schlag zu bewegen und vor allem umzusetzen ist. Daher weht der Wind, und am Ende passts ja auch wieder, denn warum sonst sehen die Vertreter immer aus wie Schulbuben aus den ersten zwei Sitzreihen? Finger weg, da ist nichts ehrliches dabei. |
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| Prog-Rock | |
Eigentlich Progressive Rock – den gibt es schon seit den 60ern. Ein paar Rockern waren die übliche Instrumentalbesetzung, die wenigen Akkorde und der 4/4 Takt zu langweilig geworden. Sie wollten ihre Musik um Instrumente und weitere Einflusse erweitern, dazu gehören z. B. die Beach Boys, Frank Zappa oder Cream. Heute wir das ganze als Progressive Metal bezeichnet. |
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| Psychodelic | |
Auch Acid Rock oder Space Rock genannt. Die 60er waren bunt, sehr bunt sogar und auf den Bühnen erfreute man sich über die neuen Soundmöglichkeiten und verpackte diesen Trip in aufwändige Lightshows. In seiner Extremform mit einem Schuss "progressive" für einen nüchternen Menschen kaum mehr nachvollziehbar. Von The Byrds & Jefferson Airplane über Pink Floyd bis Zappa, diese Phase hat wichtige Türen aufgetreten, auf allen Ebenen. Was die Musik betrifft braucht man nur LSD, Mescalin und Co mit Alkohol austauschen und stösst ab den 70ern auf Hardrock / Heavy Metal. |
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| Punk | |
Jede Zeit, alle großen Fragen eben dieser, und vor allem jedes politische Klima bringen auch die Musik hervor, die sie verdienen. So war es nur logisch, dass während der Zeit des Kalten Krieges und der extrem konservativen Gangart eine neue Antwort aus den jugendlichen Reihen folgen musste. Die noch übrig gebliebenen Kopfmatten aus den Hippiejahren eigneten sich hervorragend für einen neuen Look, farbenfroh blieb es zum Teil, aber sonst wurden alle weiteren geistigen wie auch musikalischen Attribute aus dem vorangeganenen Jahrzehnt gestrichen. Genauso simpel gestrickt wie die Musik war auch die Gesinnung der Bewegung: Wir sind grundsätzlich gegen alle anderen ? meistens aber auch gegen uns selbst. Dies kann nur ein paar Jahre gut gehen, und so war Punk tot, bevor er etwas älter werden konnte. Übrig blieb die rohe Energie, welche nun für diverse andere Strömungen zur Verfügung stand und aufgegriffen wurde. |
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| Queercore | |
Rob Halford hat vielleicht zu lange gewartet mit seinem Outing, aber Metal verzeiht ja auch nicht leicht. Andere machten schon lange vorher keinen Hehl aus ihrer sexuellen Neigung. Team Dresch finde ich nett. |
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| Rock'n'Roll | |
Würde man Lemmy Kilmister nach seiner Sicht über die unzähligen Stile, Genres und Subgenres befragen, käme einem sicher staubtrocken ein "It's only Rock'n'Roll" entgegen. Das leuchtet auf jeden Fall ein, denn sonst würde ein bekannter Spruch vielleicht auch "Sex, Drugs und Polka" heißen müssen. Wie auch immer, Rock'n'Roll ist die Mutter, die uns nährt und versorgt. Alles andere ist mal tot, weniger lebendig, erlebt einen zweiten Frühling, wird gerade geboren oder whatever. |
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| Screamo | |
| Siehe Emo, einziger Unterschied: die Bands sind häufiger mit Line-Up-Wechsel konfrontiert, da dies kein Mensch auf Dauer aushält. | |
| Ska Punk | |
Wie hoch der tatsächliche Punk-Anteil ist lassen wir mal dahingestellt. Gute-Laune-Musik inklusive einer kleinen Bläser-Sektion meist am Rand der Bühne, mit dem Ziel, das Publikum (Altersdurchschnitt: 15) zum hopsen zu bringen. Hat man es als Bandmitglied bis zum 25. Lebensjahr noch nicht zu einigen Millionen gebracht, sollte man schleunigst über einen Stilwechsel oder Ausstieg nachdenken, da es spätestens ab dann als extrem pubertär einzustufen ist. |
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| Skatepunk | |
| In den Anfangstagen waren die Bands tatsächlich sehr eng mit der Skater-Szene verbunden, keine Ahnung wie sich das heute verhält. | |
| Southern Rock | |
| Sie lieben Bärenfelle, harten Alkohol und jeder hat zumindest einen Pick-Up Truck vor der Hütte stehen. Dies ist genauso richtig wie die Annahme, dass jeder Burgenländer bereits mit einer Promille zu Welt kommt. | |
| Speed Metal | |
| Keine Ahnung wer diesen Begriff aufbrachte, oder wie er von Thrash Metal zu unterscheiden ist. Vielleicht hat dies eine geografische Ursache, und beispielsweise deutsche Bands konnten damit besser leben. Womöglich gab es zahlreiche peinliche Vorfälle mit der Schreibweise von Thrash, auch egal, die zwei Bezeichnungen meinen in etwa dasselbe. Es ist jetzt schon kompliziert genug, und über Power Metal soll sich bitte jemand anderer den Kopf zerbrechen. | |
| Splatter Rock | |
| Das traurigste Genre, da es nur eine einzige Band hervorbrachte. The Accüsed machen ihre Sache so dermassen gut, dass sich sonst niemand in diese Richtung wagt. | |
| Stoner | |
| Auch als Desert Rock bekannt, da vor allem die Region um Palm Desert etwas einzigartiges zu haben scheint und Anfang der 90er die Band Kyuss von eben dort aus den Weg bereitete. Knirscht es zwischen den Zähnen? Keine Sorge, das ist nur der Sand, also am besten für ausreichend Flüssigkeitsnachschub sorgen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Musik und einer bestimmten Substanz lässt sich am leichtesten in den ausgedehnten Jam-Parts ausmachen, oft doomig und sehr basslastig, endlos scheinend und dennoch nicht langweilig. Ausserdem zählen die Genossen dieser Richtung zu den entspanntesten im gesamten Rockbusiness. Musikalisch gesehen ist Overdrive das Zauberwort. | |
| Straight Edge | |
Bei Straight Edge kommt mir immer Sex ohne Körperkontakt in den Sinn. Nicht falsch verstehen, ich kann es durchaus nachvollziehen weshalb man sich dem reinen ?Natur-Speed? als einzige Antriebsquelle verschreibt, jedoch macht sich innerhalb dieser Community oft ein missionarisches Auftreten breit welches dann schnell lästig wird. Wie Rollins schon meinte:"Don't talk about it – do it". |
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| Surf-Rock | |
Hauptabsatzmarkt für Fender-Gitarren. Surf eignet sich für jede Party, jeden Soundtrack, passt auf alle Bühnen und funktioniert vor jedem Publikum. Surf wird uns alle überleben. |
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| Thrash Metal | |
Als Anfang bis Mitte der 80er Jahre Scheiben wie "Kill ´em All", "Show no Mercy", "Fistful of Metal" oder "Bonded by Blood" den Weg in mein Zimmer fanden, war mir sofort klar, dass ich nun Zeitzeuge einer neuen Sache bin. Genauso bahnbrechend war das Outfit: Stretch-Jeans, Sneakers und die obligatorische Kuttn. Genial, bis etwa 1988 kann man fast ungeschaut jede Scheibe aus dem Genre kaufen. Ab den 90ern verliert die Bewegung an Biss und Zauber. |
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| Underground | |
| Nur möglich für Leute, die entweder reich beerbt wurden oder eine lukrative Tätigkeit pflegen, welche einen sehr geringen Zeitaufwand erfordert. | |
| Viking Metal | |
Sammelbegriff der aus Skandinavien stammenden Black und Death Metalbands, die dann auch noch gerne nordische Folklore einfließen lassen. Die Strafregister aller Beteiligten ergeben in Summe das Ausmaß einer mittleren Großstadt. |
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| Visual Kei | |
Das kommt aus Japan und gibts wahrscheinlich auch nur dort. Hierbei gilt es vor allem aufzufallen um jeden Preis, je verrückter das Styling umso besser. Auch wenn die meisten Vertreter dieser Richtung männlich sind, wird mit Schminke nicht gespart, die verschiedensten Stilrichtungen werden da zusammengemixt. Das gleiche gilt für die Musik, Einflüsse wie Gothic, New Romantic, Metal und Pop sind im Visual Kei zu finden. |
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| World Music | |
Ein großes Durcheinander der Stilrichtungen. Pop meets indische Klänge und Rock meets afrikanische Trommeln. Ausgelöst wurde dieser Stil von Peter Gabriel – der musste ja bei so einigen Dingen der Erste sein. |
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| Xtreme | |
Letztens überholte mich ein Fahrzeug. Auf der Heckscheibe war der Spruch "Mein Bass macht dich nass" in riesigen Lettern aufgeklebt. Auch diese Leute wollen regelmäßig mit neuen Sounds versorgt werden. |
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| Yodeling | |
Vorschnell dachte ich, dass Jodeln vom Alpenland aus die Welt eroberte. Weit daneben, nach einer dreitägigen intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik muss ich nun festhalten, dass diese Form der "Kommunikation" auf allen Erdteilen zu finden ist. |
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| Zydeco | |
| Diese Musik hat ihren Ursprung hauptsächlich in Louisiana. Die Geschichte ist schnell erzählt: Auswanderer aus Frankreich und Deutschland brachten das Akkordeon sowie das Waschbrett mit in die neue Heimat. Das wars, bzw. der Rest ist logisch nachvollziehbar. Clifton Chenier genießt in diesem Genre einen vergleichbaren Status wie Dick Dale im Surf. | |