Rock `nŽ Roll Organizer

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Alternative Rock

FĂ€llt einem sonst nichts ein kann man sich immer noch als "alternative" bezeichnen. PrĂ€ziser gefragt, meinen die meisten, eine Alternative zum Mainstream darzustellen. (Sie verheimlichen schlussendlich aber sehr gerne, in welchem Ausmaß die Industrie hinter ihnen steht und krĂ€ftig pusht.)
Bands: The Strokes, Starsailor, Muse


Black Metal

AuffÀlligstes Merkmal: Nur unter höchster Anstrengung identifizierbare Bandnamen und Logos auf schwarzen Shirts. Der Stein wurde wohl Anfang der 80er von Venom losgetreten, die den Satanismus als AufhÀnger nahmen und weit ironischer pflegten als die nachfolgenden Bands vorwiegend aus dem skandinavischen Raum. Böse, sehr böse.
Die einzige Band aus Österreich die mir dazu einfĂ€llt: Abigor
Bands: Dimmu Borgir, Enthroned, Gorgoroth, Cradle of filth


Brit-Pop

Ach ist das schmuddelig. Ergo, das Genre mit dem höchsten weiblichen Fan-Anteil. Auch deshalb, da die Jungs im Publikum verzweifelt versuchen, wie ihre Stars auf der BĂŒhne auszusehen. Sie sind dann hauptsĂ€chlich damit beschĂ€ftigt, Klamotten zu shoppen oder ihr Geld beim Friseur zu lassen, um sich seltsame Frisuren schneiden zu lassen.
Bands: Oasis, Coldplay, Supergrass, Radiohead


Christian Rock

Wollen so gut sein wie Pearl Jam und verpacken dies mit einer Message, die einen "normalen" Menschen Ă€hnlich aufstĂ¶ĂŸt wie eine mehrstĂŒndige Zwangsteilnahme an einem ErnĂ€hrungsberaterseminar. Aber es gibt nun einmal auch glĂ€uige Rocker die dies auch in ihrer Musik ausdrĂŒcken wollen.
Bands: Switchfoot, Blind Guardian


Crossover

Crossover wurzelt bereits in den frĂŒhen Punk-Tagen vor allem jenseits des Atlantiks. Weit weniger festgefahren als die britischen Kollegen bedienten sich die Amis seit Beginn an verschiedenster Stilelemente. Mitte der 80er verschmolzen diverse Hardcore-Bands eine Portion Metal zu einem Guss, jedoch sorgten z.B. die Red Hot Chili Peppers, Faith no More und vor allem Rage Against the Machine dafĂŒr, dass Crossover nun jedem ein Begriff ist.
Bands: Biohazard, Clawfinger, Excuse me Moses


Crust

Crossover aus Metal und Hardcore plus einem Gesang der selten verstĂ€ndlich ist. In jungen Jahren erlebte ich Extreme Noise Terror live, und wĂ€hrend der dritten Nummer dachte ich mir, dass ein Leben sicher nicht ausreichen wĂŒrde um dieses Spektakel auf der BĂŒhne meiner Mutter zu erklĂ€ren, wenn sie nun in die Halle kĂ€me. Peinlich, ich weiß.
Bands: Apocalypse, After the bombs


Death Metal

In etwa die amerikanische Antwort auf vorwiegend europĂ€isch geprĂ€gten Black Metal, um in spĂ€terer Folge abermals in Skandinavien großen Anklang zu finden. Die Texte handeln meist ĂŒber den Tod und Rituale um dieses Thema, die Gitarren sind heruntergestimmt. Der Godfather gilt Chuck Schuldiner der Band Death.
Bands: Napalm Death, Six Feet Under, Cannibal Corpse, Hypocrisy, Kataklysm


Drum 'n' Bass

Die fundamentalen Instrumente jeder Band, die Basis, das GerĂŒst, oder die Welle auf der die Gitarre reiten kann.
Aber auch eine Musikrichtung die in den 90ern entstanden ist – mit Beats von 160 bis 190 pro Minute und tiefem Bass.
Wichtige Vertreter: Goldie, DJ Krust


Emo

Eine annehmbare ErklÀrung gelingt nicht mal jenen Leuten, die in diese Schublade geworfen werden, zumal sie sofort wieder versuchen, aus dieser herauszukommen.

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Emo steht kurz fĂŒr emotional, und meint wohl hauptsĂ€chlich die Lyrics, denn welche Musik ist nicht emotional? Ian MacKaye wird oftmals als Wegbereiter zitiert, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er dies genauso sieht. Wie sich dieser selbst ernannte Adelige wohl sieht?

Bands: My Chemical Romance, Plain White T's, Funeral For A Friend

 


Folk Metal

BodenstĂ€ndige Volksmusiker die auf Metal machen, oder so Ă€hnlich. Aus Sagen, Gedichten und volkstĂŒmlichen Liedern werden Metal-Songs gemacht. Die eher untypischen Musikinstrumente wie Flöte, Dudelsack oder Akkordeon geben der Musik ihren ganz speziellen Touch.
Bands: Finntroll, Trollfest, Heidevolk


Folk Rock

So einfĂŒhlsam und geschmeidig, oftmals gar raunzerisch. Auf Strom wird gerne verzichtet, damit man die Wald- und Wiesengriffe auch eben dort zum Besten geben kann.
Bands: Begin, The Hooters, The Mama and the Papas


Fun Punk

Keine Ahnung, echt nicht, helft mir bitte! Die Toy Dolls, ja klar, aber auch die Ärzte und Hosen?
Bands: Blink 182, Sum 41, The Descendents


Garage

Auch Sixties Punk genannt, ihrer Zeit schwer voraus und nur wenige schafften den Sprung oder gar einen Deal. Detroit schien oder scheint das gewisse Etwas zu haben, denn genauso wie ein Muscle-Car schnurrt und growlt Garage Rock zwischen dem Rock'n'Roll der 50er und dem Punk der 70er. Pepples-Sampler sammeln wÀre auch ein schönes Hobby.
Bands: 13th Floor Elevators, The Bees, The Choir


Glam Rock

Das ist mehr als Federboa und Glitter, auch die Musik ist dementsprechend opulent. Aber wichtig sind ohne Zweifel schillernde KostĂŒme und einiges an Make-up. Je weniger man Mann von Frau unterscheiden kann, umso besser.
Bands / Artist: T. Rex, David Bowie, Kiss, The Darkness, Roxy Music


Gothic Rock

Schon Ende der 70er Jahre ging es los mit der dĂŒsteren Musik. Joy Division prĂ€gte diesen Musikstil mit seinen dunklen Texten, nach seinem Tod entwickelte sich Gothic zur EigenstĂ€ndigkeit. Heute ist inzwischen die Grenze zwischen New Wave, Dark-Wave, Industrial usw. schwer zu ziehen.
Bands: The Cure, Sisters of Mercy, Dark Princess


Grindcore

Death Metal plus Hardcore plus Dauergrunzen in tiefer Stimmlage.
Bands: Extreme Noise Terror, Antigama


Grunge

Hauptmerkmale: zerissene Jeans, Flanellhemden und Frisuren die man nach dem Aufstehen gleich ein bisschen mit Taft festigt, denn so sind sie perfekt. Die Szene konzentrierte sich hauptsĂ€chlich rund um Seattle und dem dort beheimateten Label Sub Pop. Vielleicht kann es also auch nicht schaden, seine Songs bei heftigem Regenwetter zu schreiben, um dem Sound und der Stimmung am nĂ€hesten zu kommen. Eine Strömung, die in den 90ern mit Nirvana einen Höhepunkt fand und auch mit eben diesen mehr oder weniger zu Grabe getragen wurde. Neil Young gab es schon lange vorher und nun klafft hier wieder eine große LĂŒcke auf.
Bands: Soundgarden, Pearl Jam, Alice in Chains


Hamburger Schule

Die Texte sind manchmal oft verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig recht relativ ordentlich witzig – und vor allem in deutscher Sparche. Nach Abklingen der Neuen Deutschen Welle musste es ja irgendwie weitergehen, aber zuviel wollte man sich auch nicht in ein Schema pressen lassen.
Bands: Blumfeld, Tocotronic


Hardcore

Es ist schwer abzugrenzen wann Hardcore beginnt und Punk aufhört. Bezieht man sich auf klassischen Punk wie die Ramones oder The Damned dann lÀsst sich Hardcore am ehesten an der Geschwindigkeit und einem noch radikaleren Auftreten festmachen. WÀhrend in England das Punk-Outfit erhalten blieb, verschmolzen in den USA Punk- und Skinhead-Anteile zu einem neuen Look. Erstmals schafften es diese beiden Szenen neben- und manchmal auch miteinander auszukommen, ohne sich zwangslÀufig zu vermöbeln. Mitte der 80er war es auch schon wieder vorbei, und wer heutzutage den Begriff "Old-School" verwendet, bezieht sich zumeist auf den NewYork Hardcore.
Bands: Madball, Sick of it all, Suicidal Tendencies


Heavy Metal

Von den UrsprĂŒngen im Hard Rock bis zum Aufflackern des Nu Metal lĂ€sst sich Metal in all seinen Facetten hier gut unterordnen. Das wĂ€re aber zu leicht. Klassischer Heavy Metal meint hauptsĂ€chlich The New Wave of British Heavy Metal (von Iron Maiden bis Diamond Head, von Cloven Hoof bis Witchfinder General), welche vom Ende der 70er bis Mitte der 80er bestand. Einfach gesagt: Hard Rock und Punk Energie ergeben Heavy Metal, und eben dieser zersplittert anschließend in 57 Subgenres.
Bands: Madball, Sick of it all, Suicidal Tendencies


Hi-NRG

Heißt eigentlich High Energy und soll die Leute in ebendiese Stimmung auf der TanzflĂ€che versetzen. Mit elektronischen KlĂ€ngen ist diese Richtung die Fortsetzung der 70er Discowelle. Der erste Hit dieses Genres der nach Europa kam war Evelyn Thomas mit ihrem "High Energy" und Bands wie Shannon, Divine oder C.C. Catch folgten. Wer also in der Disco einen Ă€lteren Song hört der eigentlich schon nervt und trotzdem merkt wie sich die Beine im Takt zu bewegen beginnen, dann gehört es sicher zu Hi-NRG.
Bands: Divine, Dead or Alive, Culture Beat


Horror Punk

Die Kunst dieses Stils ist es, höchstens so auszusehen wie The Misfits und wenigstens anders zu klingen.
Bands: The Other


Independent / Indie
Ähnlicher Sammelbegriff wie Alternative. Independent kannst du fast nur mehr sein, wenn du dein eigenes Label grĂŒndest (also D.I.Y.), denn irgendwann, nein genau ab Nirvanas ?Nevermind?, waren die großen Konzerne intelligent genug um Tochterfirmen zu grĂŒnden oder Labels, die ursprĂŒnglich independent waren, zu schlucken. Geld versaut den Charakter, spĂ€testens dann wenn man bereits von seinen Zinsen leben kann, und ist Gift fĂŒr die Kunst.

Industrial

Der Name ist Programm. SpĂ€testens hier wird einem klar, dass das Lebensumfeld und der musikalische Output in direktem Zusammenhang stehen mĂŒssen. Vielleicht macht sich mal jemand die MĂŒhe und kann dies statistisch erheben. Mein persönliches Highlight zu dem Thema: das Einkaufswagerl auf der BĂŒhne bei den EinstĂŒrzenden Neubauten.
Bands: The Residents, Eisbrecher


Jam Rock

Es ist verdammt schwer passende Musiker fĂŒr seine Band zu finden. Hat man das GefĂŒhl der Auflösung entgegenzusteuern, jedoch momentan keine personellen Alternativen, rate ich bei der nĂ€chsten Probe nach einem freundlichen "Hallo" gleich den Satz: "Mia mochn jetz Jam Rock?" nachzuwerfen. So kann man die verbleibende Zeit noch gut nĂŒtzen und zumindest das eigene Potential weiter ausschöpfen.


Krautrock
Eine 17-teilige Austropop Serie kann auch nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass wir in all diesen Kategorien international kaum etwas Nachhaltiges hervorgebracht haben, geschweige denn einen Stil prĂ€gen konnten. Krautrock ist die deutsche Antwort auf den Psychodelic Rock, New Age, oder die elektronische Musik jener Zeit. Bekannte Vertreter waren Can, Tangerine Dream oder Birth Control. Neidisch könnte man werden, wir sind es auch.

Lo-Fi
Low Fidelity. Wie wenig Geld kann eine Aufnahme kosten und dennoch interessant und spannend sein. Wem es noch nicht authentisch genug klingt, der kann ja nachhelfen und einen Stecker verbiegen, ein Kabel aufsĂ€beln, Pickups beleidigen oder den VorverstĂ€rker mal sanft fallen lassen. So lĂ€sst sich auch gut vertuschen wieviel man tatsĂ€chlich fĂŒr ein Teil hinblĂ€ttern musste, vielleicht entstehen aber genau auf diese Weise neue und einzigartige Sounds. Ein Meister dieses Faches: John Frusciante, abseits der Chili Peppers.

Mathcore
Es werden EinflĂŒsse aus allen Richtungen verwendet. Das Ziel ist es, diese in allen Belangen auf die Spitze zu treiben. Ihre Vertreter kĂ€mpfen wie sonst kaum jemand um die Gunst des Publikums. Festivalorganisatoren achten deshalb pedantisch darauf, dass auf der zweiten BĂŒhne zur selben Zeit die schwĂ€chste Band im Line Up spielt, um chaotische Fluchtszenarien vorbeugen zu können.

Neue Deutsche Welle

Deutschland reagiert abermals zu Beginn der 80er mit einer Flut an neuen Bands auf das Treiben in der ĂŒbrigen Welt. Ein breites Spektrum an Zutaten, von New Wave-EinflĂŒssen ĂŒber Punk bis in den Popbereich, finden wir in diesem Topf. GewĂŒrzt mit dem damals gĂ€ngigen Synth-Sound und abschließend mit der eigenen Sprache garniert ergibt dies eine deftig bodenstĂ€ndige Hausmannskost. Gut gemacht.
Bands: DAF, Fehlfarben, UKW


New Wave

Fand ich schon immer interessant, konnte in den 80ern aber rein gar nichts damit anfangen. HauptsĂ€chlich deshalb, weil es unmöglich schien den Getthoblaster im Park aufzudrehen und dabei einen Bert in den Asphalt zu schneiden. In der Nacht zeichneten Grufties seltsame Zeichen gen Himmel und ihre Augen glĂ€nzten wenn The Cure, Bauhaus oder The Sisters of Mercy aus den Boxen dröhnten. SpĂ€ter, viel spĂ€ter, kaufte ich mir die eine oder andere Scheibe und heute verstehe ich gar nicht mehr wer aller unter New Wave gefĂŒhrt wird. Ich dĂŒrfte Dark Wave meinen, und was dann noch ĂŒbrig bleibt ist etwas anspruchsvollere Popmusik. Keine Ahnung ob es hier passt, aber falls jemand die 1982 auf Mystic Records erschienene EP "The Band, The Myth, The Legend" von Vox Pop zuhause hat?


Noise

Eine schwer subjektive Anglegenheit. Meist wird die Musik der Jugendkultur von den Àlteren Generationen als LÀrm (Noise) bezeichnet. Besonders seltsam ist es dann, wenn dies unter Personen gleichen Alters geschieht. Ja, daran sind schon Freundschaften zerbrochen.
Bands: Whitehouse, Massimo, Merzbow


Nu Metal

Seltsames Aufkommen Ende der 90er. Siebensaitige Gitarren sind ein Muss, diese noch runtergestimmt und an eine Unmenge EffektgerÀte angehÀngt, um die meist langweiligen Riffs interessanter klingen zu lassen. Seltsame Gestalten an den Mikros runden das eher spastische Gesamterscheinungsbild ab, und es werden spÀter nur eine handvoll Bands in Erinnerung bleiben.
Bands: Korn, Limp Bizkit, Slipknot


Oi !
Ähnlich wie Hardcore nabelte sich auch Oi! oder Streetpunk in den frĂŒhen 80ern vorwiegend in England vom Punk ab. Grundmotivation dĂŒrfte ein immer stĂ€rker werdendes GefĂŒhl einer Modeerscheinung gewesen sein. Eines haben sie jedenfalls mit Sicherheit geschafft ? sie spĂŒlten sich selbst weiter an den Rand, meistens links, aber doch auch hĂ€ufig rechts von der Mitte.

Pop Punk

Eine besonders seltsame Erscheinung, denn nichts ist weniger kompatibel als Pop und Punk. Ich denke, dass wieder einmal Nirvanas "Nevermind" Schuld daran ist, als die Musikwelt gesehen hat, wieviel auf einen Schlag zu bewegen und vor allem umzusetzen ist. Daher weht der Wind, und am Ende passts ja auch wieder, denn warum sonst sehen die Vertreter immer aus wie Schulbuben aus den ersten zwei Sitzreihen? Finger weg, da ist nichts ehrliches dabei.
Bands: Alkaline Trio, Blink 182, Donots,


Prog-Rock

Eigentlich Progressive Rock – den gibt es schon seit den 60ern. Ein paar Rockern waren die ĂŒbliche Instrumentalbesetzung, die wenigen Akkorde und der 4/4 Takt zu langweilig geworden. Sie wollten ihre Musik um Instrumente und weitere Einflusse erweitern, dazu gehören z. B. die Beach Boys, Frank Zappa oder Cream. Heute wir das ganze als Progressive Metal bezeichnet.


Psychodelic

Auch Acid Rock oder Space Rock genannt. Die 60er waren bunt, sehr bunt sogar und auf den BĂŒhnen erfreute man sich ĂŒber die neuen Soundmöglichkeiten und verpackte diesen Trip in aufwĂ€ndige Lightshows. In seiner Extremform mit einem Schuss "progressive" fĂŒr einen nĂŒchternen Menschen kaum mehr nachvollziehbar. Von The Byrds & Jefferson Airplane ĂŒber Pink Floyd bis Zappa, diese Phase hat wichtige TĂŒren aufgetreten, auf allen Ebenen. Was die Musik betrifft braucht man nur LSD, Mescalin und Co mit Alkohol austauschen und stösst ab den 70ern auf Hardrock / Heavy Metal.


Punk

Jede Zeit, alle großen Fragen eben dieser, und vor allem jedes politische Klima bringen auch die Musik hervor, die sie verdienen. So war es nur logisch, dass wĂ€hrend der Zeit des Kalten Krieges und der extrem konservativen Gangart eine neue Antwort aus den jugendlichen Reihen folgen musste. Die noch ĂŒbrig gebliebenen Kopfmatten aus den Hippiejahren eigneten sich hervorragend fĂŒr einen neuen Look, farbenfroh blieb es zum Teil, aber sonst wurden alle weiteren geistigen wie auch musikalischen Attribute aus dem vorangeganenen Jahrzehnt gestrichen. Genauso simpel gestrickt wie die Musik war auch die Gesinnung der Bewegung: Wir sind grundsĂ€tzlich gegen alle anderen ? meistens aber auch gegen uns selbst. Dies kann nur ein paar Jahre gut gehen, und so war Punk tot, bevor er etwas Ă€lter werden konnte. Übrig blieb die rohe Energie, welche nun fĂŒr diverse andere Strömungen zur VerfĂŒgung stand und aufgegriffen wurde.
Bands: The Aggrolites, Final Fight, Landing Project


Queercore

Rob Halford hat vielleicht zu lange gewartet mit seinem Outing, aber Metal verzeiht ja auch nicht leicht. Andere machten schon lange vorher keinen Hehl aus ihrer sexuellen Neigung. Team Dresch finde ich nett.
Bands: Black Fag, The Need


Rock'n'Roll

WĂŒrde man Lemmy Kilmister nach seiner Sicht ĂŒber die unzĂ€hligen Stile, Genres und Subgenres befragen, kĂ€me einem sicher staubtrocken ein "It's only Rock'n'Roll" entgegen. Das leuchtet auf jeden Fall ein, denn sonst wĂŒrde ein bekannter Spruch vielleicht auch "Sex, Drugs und Polka" heißen mĂŒssen. Wie auch immer, Rock'n'Roll ist die Mutter, die uns nĂ€hrt und versorgt. Alles andere ist mal tot, weniger lebendig, erlebt einen zweiten FrĂŒhling, wird gerade geboren oder whatever.
Bands/Artists: Von Elvis und Buddy Holly ĂŒber Tina Turner, Stevie Wonder, ...


Screamo
Siehe Emo, einziger Unterschied: die Bands sind hÀufiger mit Line-Up-Wechsel konfrontiert, da dies kein Mensch auf Dauer aushÀlt.

Ska Punk

Wie hoch der tatsĂ€chliche Punk-Anteil ist lassen wir mal dahingestellt. Gute-Laune-Musik inklusive einer kleinen BlĂ€ser-Sektion meist am Rand der BĂŒhne, mit dem Ziel, das Publikum (Altersdurchschnitt: 15) zum hopsen zu bringen. Hat man es als Bandmitglied bis zum 25. Lebensjahr noch nicht zu einigen Millionen gebracht, sollte man schleunigst ĂŒber einen Stilwechsel oder Ausstieg nachdenken, da es spĂ€testens ab dann als extrem pubertĂ€r einzustufen ist.
Bands: Catch 22, Rantanplan, Real Big Fish


Skatepunk
In den Anfangstagen waren die Bands tatsÀchlich sehr eng mit der Skater-Szene verbunden, keine Ahnung wie sich das heute verhÀlt.

Southern Rock
Sie lieben BĂ€renfelle, harten Alkohol und jeder hat zumindest einen Pick-Up Truck vor der HĂŒtte stehen. Dies ist genauso richtig wie die Annahme, dass jeder BurgenlĂ€nder bereits mit einer Promille zu Welt kommt.

Speed Metal
Keine Ahnung wer diesen Begriff aufbrachte, oder wie er von Thrash Metal zu unterscheiden ist. Vielleicht hat dies eine geografische Ursache, und beispielsweise deutsche Bands konnten damit besser leben. Womöglich gab es zahlreiche peinliche VorfĂ€lle mit der Schreibweise von Thrash, auch egal, die zwei Bezeichnungen meinen in etwa dasselbe. Es ist jetzt schon kompliziert genug, und ĂŒber Power Metal soll sich bitte jemand anderer den Kopf zerbrechen.

Splatter Rock
Das traurigste Genre, da es nur eine einzige Band hervorbrachte. The AccĂŒsed machen ihre Sache so dermassen gut, dass sich sonst niemand in diese Richtung wagt.

Stoner
Auch als Desert Rock bekannt, da vor allem die Region um Palm Desert etwas einzigartiges zu haben scheint und Anfang der 90er die Band Kyuss von eben dort aus den Weg bereitete. Knirscht es zwischen den ZĂ€hnen? Keine Sorge, das ist nur der Sand, also am besten fĂŒr ausreichend FlĂŒssigkeitsnachschub sorgen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Musik und einer bestimmten Substanz lĂ€sst sich am leichtesten in den ausgedehnten Jam-Parts ausmachen, oft doomig und sehr basslastig, endlos scheinend und dennoch nicht langweilig. Ausserdem zĂ€hlen die Genossen dieser Richtung zu den entspanntesten im gesamten Rockbusiness. Musikalisch gesehen ist Overdrive das Zauberwort.

Straight Edge

Bei Straight Edge kommt mir immer Sex ohne Körperkontakt in den Sinn. Nicht falsch verstehen, ich kann es durchaus nachvollziehen weshalb man sich dem reinen ?Natur-Speed? als einzige Antriebsquelle verschreibt, jedoch macht sich innerhalb dieser Community oft ein missionarisches Auftreten breit welches dann schnell lĂ€stig wird. Wie Rollins schon meinte:"Don't talk about it – do it".


Surf-Rock

Hauptabsatzmarkt fĂŒr Fender-Gitarren. Surf eignet sich fĂŒr jede Party, jeden Soundtrack, passt auf alle BĂŒhnen und funktioniert vor jedem Publikum. Surf wird uns alle ĂŒberleben.
Bands: Beach Boys, Lively Ones, Dick Dale


Thrash Metal

Als Anfang bis Mitte der 80er Jahre Scheiben wie "Kill ÂŽem All", "Show no Mercy", "Fistful of Metal" oder "Bonded by Blood" den Weg in mein Zimmer fanden, war mir sofort klar, dass ich nun Zeitzeuge einer neuen Sache bin. Genauso bahnbrechend war das Outfit: Stretch-Jeans, Sneakers und die obligatorische Kuttn. Genial, bis etwa 1988 kann man fast ungeschaut jede Scheibe aus dem Genre kaufen. Ab den 90ern verliert die Bewegung an Biss und Zauber.
Bands: Metallica, Pantera, Meshuggah


Underground
Nur möglich fĂŒr Leute, die entweder reich beerbt wurden oder eine lukrative TĂ€tigkeit pflegen, welche einen sehr geringen Zeitaufwand erfordert.

Viking Metal

Sammelbegriff der aus Skandinavien stammenden Black und Death Metalbands, die dann auch noch gerne nordische Folklore einfließen lassen. Die Strafregister aller Beteiligten ergeben in Summe das Ausmaß einer mittleren Großstadt.
Bands: Viking Skull, Amon Amarth


Visual Kei

Das kommt aus Japan und gibts wahrscheinlich auch nur dort. Hierbei gilt es vor allem aufzufallen um jeden Preis, je verrĂŒckter das Styling umso besser. Auch wenn die meisten Vertreter dieser Richtung mĂ€nnlich sind, wird mit Schminke nicht gespart, die verschiedensten Stilrichtungen werden da zusammengemixt. Das gleiche gilt fĂŒr die Musik, EinflĂŒsse wie Gothic, New Romantic, Metal und Pop sind im Visual Kei zu finden.


World Music

Ein großes Durcheinander der Stilrichtungen. Pop meets indische KlĂ€nge und Rock meets afrikanische Trommeln. Ausgelöst wurde dieser Stil von Peter Gabriel – der musste ja bei so einigen Dingen der Erste sein.
Bands/Artist: Nidel Richard, Phlip Bohlman, Hubert von Goisern


Xtreme

Letztens ĂŒberholte mich ein Fahrzeug. Auf der Heckscheibe war der Spruch "Mein Bass macht dich nass" in riesigen Lettern aufgeklebt. Auch diese Leute wollen regelmĂ€ĂŸig mit neuen Sounds versorgt werden.


Yodeling

Vorschnell dachte ich, dass Jodeln vom Alpenland aus die Welt eroberte. Weit daneben, nach einer dreitÀgigen intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik muss ich nun festhalten, dass diese Form der "Kommunikation" auf allen Erdteilen zu finden ist.


Zydeco
Diese Musik hat ihren Ursprung hauptsĂ€chlich in Louisiana. Die Geschichte ist schnell erzĂ€hlt: Auswanderer aus Frankreich und Deutschland brachten das Akkordeon sowie das Waschbrett mit in die neue Heimat. Das wars, bzw. der Rest ist logisch nachvollziehbar. Clifton Chenier genießt in diesem Genre einen vergleichbaren Status wie Dick Dale im Surf.
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